Neubau der Rhein-Main-Hallen

NEUBAU DER RHEIN-MAIN-HALLEN BESCHLOSSEN: In einem Sitzungsmarathon der zuständigen Gremien wurde diese Woche der Neubau der Rhein-Main-Hallen am alten Standort beschlossen. 

Am 8.9. tagte der Ortsbeirat Wiesbaden Mitte, am 9.9. der Umweltausschuss und der Ausschuss fĂĽr Bauen, Planung und Verkehr in gemeinsamer Sitzung und heute zuletzt der Beteiligungs- und Finanzausschuss sowie unmittelbar danach das Stadtparlament.

Mit den Stimmen der großen Koalition, FDP, unabhängigen und freien Wählern wurden sowohl der Bebauungsplan als auch der Neubau mehrheitlich beschlossen.

Gegen den Neubau stimmten die GrĂĽnen sowie Linke und Piraten bei Enthaltung der BĂĽrgerliste und der letzten verbliebenen Republikanerin.

Während es für den gewählten Entwurf im Vergleich zum ursprünglichen Gewinner des Architektenwettbewerbs weitgehende Zustimmung sogar von der architekturkritischen Bürgerliste gab, wurde insbesondere von Grünen, Linken und Piraten die unklare Finanzierung kritisiert. Auch dass keine Obergrenze für die Baukosten festgelegt wurden (derzeit veranschlagt 194 Millionen EURO) und somit ungewisse Belastungen des Stadtetats auf mehrere Jahrzehnte bestehen, war Argumentation für die Gegenstimmen.

Michael von Poser begrĂĽndete die Enthaltung der BĂĽrgerliste in gewohnt freier und launiger Rede und bezeichnete die Suche und Findung zu Standort und Architektur als eine Geschichte von Fehleinschätzungen und Verirrungen, konstatierte aber auch, dass es schlimmer hätte kommen können. Er zeigte sich glĂĽcklich, dass der Gewinnerentwurf, „der scheuĂźlichste ĂĽberhaupt“, letztlich doch nicht ausgewählt wurde und zeigte sich „ĂĽberzeugt, dass die (neuen) Rein-Main-Hallen ein Erfolg werden.“

Da grundsätzlich fĂĽr das Projekt, aber gegen die „abgrĂĽndige“ Finanzierung, enthalte sich die BĂĽrgerliste.

Die Rhein-Main-Hallen, die Vorgeschichte des Areals und Hintergründe zur aktuellen Entscheidung werden Titelthema der Herbstausgabe des lilienjournals in gewohnt ausführlicher Recherche und Darstellung. Ab Ende September in unseren Auslegestellen und vorab für unsere Förderabonnenten.

  

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