„Es führt kein Weg zurück“ – Wiesbaden am Amazonas

Der Wiesbadener Werner Hammer hat mit seiner Frau Marion Dirksen insgesamt sieben Jahre ihres gemeinsamen Lebens am Amazonas verbracht, um die Kultur der verbliebenen indigenen Gruppen zu dokumentieren. Als „Abenteurer“ wollen sie dennoch nicht bezeichnet werden. Alicia Lindhof hat die beiden besucht.

Am Anfang stand eine Hoffnung: „Ich war auf der Suche nach der wahren, der besseren Welt“, sagtWerner Hammer nachdenklich. Schon mit 12 Jahren war der Wiesbadener fasziniert von indigenen Völkern und ihrer Lebensweise: „Während andere Karl May lasen, hab ich Völkerkundebücher gewälzt.“ Manchmal schwänzte er die Schule, um in der naturhistorischen Abteilung des Wiesbadener Museums herumzustöbern. „Damals hab ich mir gesagt: ‚Hier stellst du auch mal aus.‘“

50 Jahre später ist aus dem Traum Wirklichkeit geworden: Werner Hammer ist heute ehrenamtlicher Mitarbeiter des Wiesbadener Museums, hat mehrere Ausstellungen kuratiert und dem Haus zu bedeutenden Exponaten verholfen: In erster Linie Kultgegenstände und Fotografien von verschiedenen Stämmen des Amazonasgebiets. Sein aktuelles und vielleicht auch größtes Projekt ist die Ausstellung „Jäger und Sammler – von der Vorzeit bis heute“, die im Herbst nächsten Jahres gezeigt werden soll.

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