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Radfahren in Wiesbaden: Nichts für schwache Nerven

Seit über vier Jahren arbeitet er für und in Wiesbaden, aber wohnt in Mainz. Er fährt deswegen regelmäßig mit dem Rad zwischen den beiden Städten hin und her. Dass das geht und wie das geht, darüber berichtet Kris Kunst.

Die gute Nachricht: Mit dem Rad von Mainz nach Wiesbaden, das geht schon heute. Der Weg ist ziemlich eben, und die Entfernung von 9 bis 12 km ist in 30 bis 40 Minuten zu schaffen. Wenn man allerdings effizient unterwegs sein möchte, braucht man etwas Kaltschnäuzigkeit und die Bereitschaft, alle Möglichkeiten der Straßenverkehrsordnung auszuschöpfen. Die Verkehrsführung ist extrem auf das Auto ausgerichtet und ermöglicht Radfahrern und Fußgängern nur partiell, schnell und zugleich legal unterwegs zu sein.

Wiesbaden – die autogerechte Stadt

Verkehrspolitisch erlebe ich Wiesbaden als rückständig. Der Geist der 1960er Jahre („autogerechte Stadt“) wurde offensichtlich nicht nur für Jahrzehnte in Beton gegossen, sondern beherrscht auch bei einigen nach wie vor die Köpfe. Radfahren in Wiesbaden wird geradezu als „unnatürlich“ oder „stadtfremd“ empfunden. Als wenn es auf der Welt keine guten Vorbilder gäbe (Niederlande! Sogar deutsche Städte wie Münster oder Freiburg). „Wer etwas erreichen will, sucht nach Wegen. Wer etwas verhindern will, sucht nach Gründen“ soll mal ein kluger Kopf gesagt haben. So finden sich viele, viele „Gründe“ in Wiesbaden (aber, falls das tröstet, nicht minder in Mainz).

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