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Filmstadt Wiesbaden – Von Tatorten und Staatsanwälten

Es ist nicht mehr viel übrig geblieben vom einstigen Glanz und Gloria des Films in Wiesbaden, zumindest nicht mehr „Unter den Eichen“, „Klein-Babelsberg“ genannt – 20 Jahre lang auch die Sendezentrale des ZDF. Schon die Entstehung des Zweiten Programms ist ein Politkrimi. Der Auftakt einer Serie rund um Film und Fernsehen in Wiesbaden führt uns zunächst an das Kriegsende. Von Mario Bohrmann und Rainer Niebergall

 

Traumfabrik statt Trümmerdasein

Es ist der 28. März 1945. Am Bunker in der Friedrich-Ebert-Allee weht die weiße Fahne, amerikanische Truppen rücken ohne Gegenwehr ein. Für Wiesbaden ist der Zweite Weltkrieg sechs Wochen vor der Kapitulation zu Ende. Auch die Zeit der „Volksempfänger“, zumindest jener mit Goebbels Propaganda. Wie in jedem Krieg werden sofort alle Rundfunksender besetzt, im September 1945 beschlagnahmen die Alliierten das Vermögen der reichseigenen Universum Film AG – kurz UFA –und stellen die deutsche Filmproduktion unter ihre Kontrolle.

Um Filme zu drehen, brauchte man jetzt Lizenzen und damit waren die Besatzungsmächte mehr als zurückhaltend. In den notdürftig instandgesetzten deutschen Ateliers wurden hauptsächlich sowjetische und amerikanische Filme synchronisiert. Die Amerikaner brachten Hollywood-Produktionen in die deutschen Kinos und bedienten damit eine Sehnsucht der Deutschen: Traumfabrik statt Trümmerdasein. In den Trümmern spielte der erste deutsche Nachkriegsfilm Die Mörder sind unter uns, den Wolfgang Staudte 1946 mit der damals zwanzigjährigen Hildegard Knef drehte.

Berlin-Blockade und Zonen-Medien

Mit der Zeit nahm der Betrieb in deutschen Studios wieder Fahrt auf, aber Deutschland war in vier Besatzungszonen aufgeteilt und die ehemaligen Alliierten trauten sich gegenseitig immer weniger über den Weg. Die Währungsreform im Juni 1948 brachte das Fass zum Überlaufen. Die Sowjetunion beschuldigte die Westmächte des Alleingangs und machte sie für eine mögliche Spaltung Deutschlands verantwortlich.

Seit dem 21. Juni war die D-Mark alleiniges Zahlungsmittel in den Westzonen, ihre Einführung in den Westsektoren Berlins beantworteten die Sowjets damit, dass sie unter dem Vorwand dringend notwendiger Reparaturen alle Landverbindungen nach West-Berlin sperrten. Offen blieben nur die Luftkorridore. Am 26. Juni eröffneten die Westmächte die Luftbrücke; mehr als zwei Millionen „Insulaner“ mussten über ein Jahr lang aus der Luft am Leben gehalten werden. Die Berlin-Blockade zwang zu Umorientierungen: Was immer verlagert werden konnte, wurde verlegt. Damit kam Wiesbaden ins Spiel.

Wiesbaden nutzt die Chance zur „rauchfreien Industrie“

Zum UFA-Komplex gehörten neben Babelsberg und Johannisthal in der sowjetischen Zone vor allem München-Geiselgasteig und Berlin-Tempelhof. Hier betrieb die 1921 gegründete und 1929 der UFA angeschlossene Aktiengesellschaft für Filmfabrikation (AFIFA) ein Kopierwerk sowie Ateliers, in denen nach 1945 hauptsächlich amerikanische Filme synchronisiert und kopiert wurden. Kaum waren die Ateliers wieder hergerichtet, kam die Blockade. Der Auf- und Ausbau in Tempelhof war nicht mehr erwünscht, die Amerikaner verlangten nach einem „Auffangbetrieb“ in ihrer Zone. Bevorzugt in Wiesbaden.

Das Gelände Unter den Eichen stellte Hans Heinrich Redlhammer zur Verfügung. Redlhammer stammte aus dem Sudetenland, kam 1945 nach Wiesbaden, wurde Beauftragter für Presse und Rundfunk und 1946 Oberbürgermeister. Er setzte sich für den Wiederaufbau der Stadt ein, erkannte aber sehr genau, dass das Trümmerdasein mit Kurgästen allein nicht zu überwinden war. Die wirtschaftliche Grundlage Wiesbadens musste verbreitert werden, das Stichwort von der rauchfreien Industrie machte die Runde. Als Diplomat gut „vernetzt“ griff Redlhammer zu, wo immer sich Gelegenheit bot. Er machte Versicherungen Angebote, holte Verlage nach Wiesbaden und ließ sich auch die Chance Filmstadt nicht entgehen.

Seit Januar 1949 entstanden eine Kopieranlage, die Tempelhof ersetzen konnte, ein Synchronstudio sowie durch den Umbau einer Reithalle ein Filmatelier. In seiner Ausgabe vom Mai 1949 berichtet Der neue Film, „dass „das Filmstudio und die Kopieranstalt Wiesbaden den Abschluss der Vorgeschichte einer Entwicklung bedeuten, die Wiesbaden als eine der bedeutendsten Filmstädte des Westens sehen wird“. Die AFIFA hatte 100 Arbeitsplätze geschaffen, investierte zwei Millionen DM in den Bau von drei Ateliers, weitere waren in Planung. Acht Filme sollten pro Jahr gedreht werden können, jeweils zwei Filme gleichzeitig. Mit 1.400 Quadratmetern Produktionsfläche entstand Unter den Eichen, das nach Geiselgasteig und Tempelhof leistungsfähigste Filmproduktionsgelände der frühen Bundesrepublik.

Unter den Eichen erwacht – die Erstgeburt

Unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten entstand der erste Wiesbadener Nachkriegsfilm und wurde im Oktober 1949 uraufgeführt. Produzent war Heinz Rühmann, der zusammen mit Alf Teichs, dem früheren Produktionschef der Terra-Film, die Produktionsgesellschaft Comedia gegründet hatte. Herta Feiler, Rühmanns Frau, hatte abgeraten, weil sie die kaufmännischen Talente ihres Mannes skeptisch beurteilte, aber Heinz setzte sich durch: Mit ihm sei viel Geld verdient worden und das wolle er „jetzt selber machen“. Im Hotel Reichspost in der Wiesbadener Bahnhofstraße hatte die Comedia – neben Berlin und München – ihren Geschäftssitz, auf den Oberbürgermeister Redlhammer stolz war.

Der Film Mordprozess Dr. Jordan entstand unter der Regie von Erich Engels mit Rudolf Fernau in der Hauptrolle. Er thematisiert einen Justizirrtum, der für Aufsehen gesorgt hatte: Der Jurist Carl Hau, im Film der Tropenarzt Dr. Alexander Jordan, wurde 1912 in einem Indizienprozess für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Zu Zuchthaus begnadigt verbüßte er seine Haft, bis der wahre Sachverhalt 1928 aufgeklärt und seine Unschuld erwiesen wurde. Geradezu euphorisch äußerte sich Redlhammer bei der Uraufführung im Walhalla:

„Heute erlebt ein Film seine Welturaufführung, der von einer Wiesbadener Filmgesellschaft in einem Wiesbadener Atelier mit einem großen Teil Wiesbadener Künstler hergestellt wurde, wobei die Stadt selbst und einige Wiesbadener Häuser die Szenerie abgegeben haben. So ist dieser Film ein echtes Kind unserer Stadt und dazu berufen, für Wiesbaden, seinen zähen Aufbauwillen und sein Kulturleben zu werben. Glück auf die Erstgeburt der Wiesbadener Filmproduktion!“

Rühmann bleibt vor der Kamera

Nach der Erstgeburt kam die Flaute. Ausgelastet waren nur das Kopierwerk und die Synchronstudios, für die Schauspieler am Staatstheater ein willkommener Nebenverdienst. Angekündigte Produktionen wurden andernorts realisiert. Ein Wiesbadener Dilemma kündigte sich an. Die Wiesbadener AFIFA gehörte zum UFA-Komplex, der zerschlagen und privatisiert werden sollte. So hatten es Amerikaner und Briten in der Lex UFA 1949 beschlossen; dieser Beschluss verunsicherte Investoren.

Zudem hatten sich die Rahmenbedingungen geändert. Die Zeit der Lizenzen war vorbei, Kapital war erforderlich und das war knapp. Berlin, Hamburg und Bayern lockten mit Ausfallbürgschaften, Hessen war sehr zurückhaltend. Wieder griff Redlhammer ein. Um die Wiesbadener Produktionsfirmen zu stützen, setzte er Bürgschaften der Stadt durch. Der Comedia nützte dies wenig. Herta Feiler behielt Recht: 1950 meldete Rühmann sein Wiesbadener Gewerbe ab. 1953 war die Firma pleite. Rühmann spielte fortan, besser auch für seine Fans, mehr vor der Kamera. Allerdings wurden ihm, persönlich haftend, bis Ende der 1950er Jahre die Gagen zur Hälfte gepfändet.

Kino, Kasse, Capitol

Redlhammer, der 1951 sein Amt aufgeben musste, hatte Instinkt bewiesen; dem Tal der Tränen folgte die große Zeit der Filmstadt Wiesbaden. Nie war hier die Kinobegeisterung größer. Nie gab es mehr Kinos in der Stadt. Nie wurden so viele Filme gedreht. Filmaufnahmen an jeder Straßenecke. Man sprach von Klein-Babelsberg, gar vom „Hollywood am Kochbrunnen“. Einige der damals in Wiesbaden produzierten Filme gelten als Ikonen des frühen deutschen Nachkriegsfilms. Allen voran Wenn der weiße Flieder wieder blüht. Die Atelieraufnahmen entstanden in Berlin, die Außenaufnahmen im Nerotal, auf dem Neroberg, im Kurpark, am Michelsberg und in der Altstadt. Weil spät im Jahr gedreht wurde und kein Flieder mehr blühte, mussten die Sträucher im Kurpark entsprechend präpariert werden. Unter der Regie von Hans Deppe stand die erste Garde der UFA vor der Kamera: Willy Fritsch, Herta Feiler, Magda Schneider, Paul Klinger. Und zwei blutjunge Talente.

Vorhang auf für Romy Schneider, Götz George und Karin Dor

Für Romy Schneider war es die erste Filmrolle, ebenso für Götz George. Weil Magda Schneider wegen der ihr nachgesagten Nähe zu den Nazi-Größen keine Angebote erhielt, plante sie zielstrebig die Karriere ihrer Tochter und machte eigene Rollen zur Bedingung. Wie Johannes Heesters, Heinz Rühmann und andere bekannte Schauspieler der UfA-Zeit mied sie nicht gerade die Nähe Hitlers, aber der jungen Nachkriegsgeneration an deutschen Schauspielern und ihrer Tochter Romy konnte man das nicht mehr zum Vorwurf machen.

Eine junge Wiesbadener Schauspielschülerin plante ihre Karriere selbst. Im Rosen-Resli spielte Kätherose Derr aus dem Bergkirchenviertel eine Winzlings-Rolle, in der sie nur einen Satz zu sagen hatte. Star des Films war die achtjährige Christine Kaufmann. Otto Gebühr, der legendäre Fridericus Rex der Stummfilmzeit, spielte seine letzte Rolle und starb im Hotel Bären, wenige Stunden nachdem die letzten Szenen mit ihm abgedreht waren. Fräulein Derr hingegen heiratete noch im gleichen Jahr in der Ringkirche den Regisseur Harald Reinl und machte sich dafür zwei Jahre älter, sie war gerade erst 16. Unter ihrem Künstlernamen Karin Dor war sie später nahezu allgegenwärtig in Karl-May- und Edgar-Wallace-Verfilmungen. Legendär sind ihre Ausflüge nach Hollywood, die in ihren Filmen einen eher unvorteilhaften Ausgang nehmen. Als bislang einziges deutsches Bond-Girl endet sie 1967 in Man lebt nur zweimal statt im Bett von Sean Connery in den Mägen von Piranhas; in Alfred Hitchcocks Topas, teilweise in Wiesbaden gedreht, wird sie von einem eifersüchtigen Liebhaber erschossen.

Siechtum und Neustart

Kaum hatten Caterina Valente, Peter Alexander und Silvio Francesco mit Bonjour Kathrin eine der erfolgreichsten Wiesbadener Produktionen abgedreht, gingen in den Wiesbadener Filmstudios buchstäblich die Lichter aus. Die Liquidation der UFA stand unausweichlich an. Die Lex UFA der Alliierten von 1949 war nicht vollzogen und deshalb 1950 neu formuliert worden. Weil eine anberaumte Versteigerung ein Desaster befürchten ließ, stimmten die Hohen Kommissare einem Abwicklungsgesetz zu, durch das der Bund 1952 in den Besitz des reichseigenen Filmvermögens gelangte.

Die Entflechtungspläne verhießen für Wiesbaden nichts Gutes. Die Wiesbadener Ateliers waren Teil der AFIFA. Weil aber nur ein Atelier erworben werden durfte, musste Wiesbaden vom attraktiveren Tempelhof getrennt werden. Für den Wiesbadener Teil interessierte sich die Taunus-Film des Produzenten Karl Schulz. Der von den Liquidatoren geforderte Preis für das Kopierwerk und die Ateliers war horrend. Allgemein vermutete man die Absicht, Wiesbaden sterben zu lassen und damit Überkapazitäten abzubauen. Der Verkauf erfolgte nach zähen Verhandlungen 1959, Angesichts der jahrelangen unsicheren Lage war die Filmproduktion in Wiesbaden völlig zum Erliegen gekommen. Doch das Fernsehen nahm parallel Fahrt auf.

Fernsehen und Wirtschaftswunder – nicht immer auf einer Wellenlänge

Die Trümmer waren weggeräumt, die Republik putzte sich heraus und wurde in der Mediengestaltung freier. Die ersten wieder zugelassenen deutschen Programme unter dem späteren Dach der ARD funkten über VHF-Band (Ultrakurzwelle). Die Länder brachten regional ihre Sender an den Start. Überregional wurde 1950 das Erste Deutsche Fernsehen (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland) durch einen Zusammenschluss der Landesrundfunkanstalten gegründet. Die föderale Struktur des Ersten Programms stand im Vordergrund.

Technisch war es dann ab Mitte der 1950er Jahre absehbar, auch das UHF-Band (Dezimeterwelle) nutzen zu können. Alte Fernseher mussten damals noch mit Konvertern für 80 Mark nachgerüstet werden, um auf der zusätzlichen Frequenz weitere Programme empfangen zu können. An Farbfernsehen war noch lange nicht zu denken.

Die alleinige Länderhoheit über die ersten Sender gefiel der Regierung um Konrad Adenauer mit abnehmenden Wahlerfolgen immer weniger. Adenauer beklagte den „Rotfunk“ und sah zu großen Einfluss der „links“ regierten Länder und zu wenig sich und seine Regierung repräsentiert. Zugleich witterten die deutschen Zeitschriftenverleger Morgenluft, angesichts der neuen Möglichkeiten, in bewegten Bildern und Ton die Menschen zu erreichen. Nicht nur Werbung, auch die Nachrichten konnte man so gleich zweimal verkaufen. Die damaligen wechselseitigen Erwartungen schilderte Konrad Adenauers Sohn in einer Anekdote: Sein Vater habe zum 80. Geburtstag am 5. Januar 1956 erwartete, von der Industrie eine Zeitung geschenkt zu bekommen, die ihm persönlich und der CDU zur Verfügung stehen sollte. Eine heutzutage undenkbare Äußerung eines Politikers.

„Adenauer-Fernsehen“ – Ein Politkrimi

Adenauer bekam 1956 keine Zeitung geschenkt, erkannte aber Ende der 1950er Jahre die propagandistischen Möglichkeiten des neuen Mediums Fernsehen und wollte einen eigenen Fernsehkanal für die Bundesregierung. Daher gründete er am 25. Juli 1960 die Deutschland-Fernsehen-GmbH, die sich über die Bundespost mit der Sendelizenz abgesichert sah. Das zukünftige Zweite Fernsehprogramm sollte die Deutschland-Fernsehen-GmbH selbst erstellen und zusätzlich Programmteile von Dritten auf dem freien Markt erwerben. Dafür gab es in Deutschland neben mehreren Filmproduktionsfirmen auch schon einen großen Fernseh-Anbieter – die durch Zeitungsverleger und den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am 5. Dezember 1958 gegründete Freies Fernsehen Gesellschaft (FFG) mit Sitz in Eschborn. Die Bundesregierung unterstützte die FFG kräftig, sicherte sich aber auch selbst einen gewissen Einfluss. So erfolgte die Berufung der FFG-Aufsichtsratsmitglieder mit Zustimmung Adenauers. Die Regierung stellte auch finanzielle Mittel bereit, mit dem Auftrag, spätestens ab 1961 ausreichend Sendungen für ein „Vollprogramm“ zu liefern.

Doch das Ganze stand auf tönernen Füßen, denn die Länder sollten mit 49 Prozent die Deutschland-Fernsehen-GmbH finanzieren, die Mehrheit von 51 Prozent wollte jedoch die Bundesregierung behalten. Die Länder, welche über ihre Landesrundfunkanstalten (damals HR, BR, SWF, SDR, NWDR, SFB) das Erste Programm betrieben, besaßen die Hoheit über Kultur und Bildung. Die Adenauer-Regierung argumentierte mit der Regierungshoheit über die Deutsche Bundespost, die die Sendelizenzen vergab. Was war wichtiger? Wer durfte über das Zweite Fernsehprogramm entscheiden: die Bundesregierung als Vergeber der technischen Sendefrequenz oder die Bundesländer als Zuständige für alles, was mit Kultur zu tun hat? Darüber kam es zum Streit zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern. Die SPD-geführten Länder Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Hessen riefen im Sommer 1960 das Bundesverfassungsgericht (BVG) an, da sie ihre Kulturhoheit verletzt sahen. Die lag gemäß Grundgesetz bei den Ländern.

Vom ersten Rundfunkturteil…

Das Bundesverfassungsgericht musste also über diese grundsätzliche Frage des politischen Handelns entscheiden. Es kam zur aus heutiger Sicht weisen Entscheidung hinsichtlich der Medienhoheit im sogenannten Ersten Rundfunkurteil. Adenauer selbst hat es heraufbeschworen, da er einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern ablehnte und die Deutschland-Fernsehen-GmbH im Alleingang gründete. Die Länder wollten sich aber nicht am Adenauer-Fernsehen beteiligen. Das Bundesverfassungsgericht entschied am 28. Februar 1961, dass Fernsehen zum Bereich Kultur und damit in die Entscheidungshoheit der Länder gehört. Die Richter verwiesen dabei auch auf das hohe Gut der Meinungs- und Pressefreiheit aus Artikel 5 des Grundgesetzes. Dieses Urteil bedeutete das Aus sowohl für die Deutschland-Fernsehen-GmbH, als auch für die Freies Fernsehen Gesellschaft (FFG), denn diese hatte somit keine Abnehmer für ihr Programm in Deutschland mehr.

Das BVG sah eine Kontrolle der Medien durch die Bundesregierung als verfassungswidrig an, man hatte aus der Weimarer Republik gelernt. Deren Kompetenzordnung ermöglichte den Nationalsozialisten, den zentralisierten Gebrauch des Rundfunks für Propagandazwecke. Aus diesen Erfahrungen zog das Deutsche Grundgesetz seine Lehren. Der Regierung wurde nicht nur verboten, einen Sender maßgeblich zu betreiben, sondern auch ins Gebetbuch geschrieben, dass es seine Hoheit über die Sendelizenzen nicht missbrauchen darf, um politisch unliebsame Rundfunkanbieter auszuschließen. Zur damaligen Zeit waren die Frequenzen noch knapp und die Technik teuer. Es war den Verfassungsrichtern auch klar, dass der hohe finanzielle Aufwand für Sender, Produktion und Technik öffentliche Aufgabe war. Privaten Betreibern traute man das noch nicht zu.

…zum ZDF-Staatsvertrag

Der Rundfunk als Faktor und Medium der Meinungsbildung sollte staatsfern organisiert sein, gab das Bundesverfassungsgericht vor. So war zugleich der Auftrag vergeben, den ZDF-Staatsvertrag auszuarbeiten. Und das ging dann recht schnell. Noch im Sommer 1961 wurde er binnen drei Monaten ausverhandelt, auch der Sitz des Zweiten Deutschen Fernsehens wurde darin verabredet. Es wurde Mainz, woran auch Hessens Ministerpräsident Georg-August Zinn maßgeblichen Anteil hatte, um für Wiesbaden das Beste herauszuholen. Denn die hessische Landeshauptstadt stand nie ernsthaft zur Wahl. Wie es dazu und zu 20 Jahren Senderprovisorium in Mainz kam, ist ein weiterer Politkrimi, der bei manchem Glas Wein entschieden wurde.

Die Weichen beim Rheingauer gestellt

Elf Länderchefs hatten neben dem Staatsvertrag und den aufsichtsrechtlichen Gremien wie Fernsehrat und Verwaltungsrat auch über die Finanzierung und später über die Intendanz, vor allem aber über den Sitz des Zweiten Deutschen Fernsehens zu entscheiden. Es sollte eine Landeshauptstadt sein oder wenigstens eine Großstadt. Da der Favorit Frankfurt wegen des bereits dort ansässigen Hessischen Rundfunks ausschied und Wiesbaden, zu nah gelegen, genauso wie viele andere Kandidaten chancenlos waren, standen am Ende nur noch das rote Düsseldorf und das schwarze Mainz zur Wahl.

Der unvergessene Mainzer Oberbürgermeister Jockel Fuchs erinnert sich in seinem Buch Mainzer Jahre – schöne Jahre daran, wie er vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Dr. Peter Altmeier gebeten wurde, bei seinem Wiesbadener Parteikollegen Zinn für Mainz zu werben. Die Jacke sollte uns doch näher als die Hose sein. Und so wurden, wie die Allgemeine Zeitung aus Mainz2013 in einer Erinnerung titelt, die „Weichen beim Rheingauer gestellt“. Jockel Fuchs:

Wenige Tage später saß ich mit Dr. Zinn in einer Weinstube im Rheingau zu einem freundschaftlichen Gespräch zusammen. Zum Schluss drückte mir Dr. Zinn die Hand mit der Bemerkung, wenn schon Frankfurt keine Aussicht habe, trete er lieber für Mainz ein, denn Mainz als Standort sei ihm schließlich lieber als irgendeine andere Stadt im Norden oder Süden der Bundesrepublik. Da Dr. Zinn auf die Ministerpräsidenten einen großen Einfluss ausübte, fuhr ich mit der Gewissheit nach Mainz zurück, Mainz wird Sitz des Zweiten Deutschen Fernsehen.“

In geheimer Abstimmung kam es denn auch so. Im Juni 1961 gab es fünf Stimmen für Düsseldorf, sechs für Mainz – das Zünglein an der Waage wurde mit einem Rheingauer Wein auf der richtigen Seite des Rheins überzeugt, was Jockel Fuchs in seinen Erinnerungen dazu nötigte, sich bei den rheinhessischen Winzern zu entschuldigen, wenn „mir seit diesem Tag ab und zu auch ein Rheingauer Wein schmeckt…“

Drei Jahre Provisorium und Telesibirsk

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. In Mainz gab es bislang – fast nichts. Die Politik stellte Mittel bereit. Drei viertel der vorproduzierten Filme der in Liquidation befindlichen Freies Fernsehen Gesellschaft wurden übernommen, auch deren Sendestudios auf einem großen Bauernhof in Eschborn. Zugleich setzte sich Professor Dr. Karl Holzamer als erster Intendant durch. Er war der Wunschkandidat Adenauers für dessen Deutschland-Fernsehen- GmbH und wenigstens an dieser Stelle wurde er nicht ganz enttäuscht. Holzamer war aus regionaler Sicht die richtige Wahl. Er stand fest zu Mainz, nicht nur als Sitz, sondern auch als Produktionsstandort. Obwohl es hier Anfang der 1960er auch nicht ansatzweise geeignete Grundstücksangebote, geschweige denn Produktionsstandorte gab.

Während das ZDF sich auf den Sendestart für spätestens 1963 vorbereitete, durften die ARD-Sender die Frequenzen zu Testzwecken nutzen. Das vorläufige Sendezentrum Eschborn wurde bei Regen und Schnee für Mensch und Material zur Schlammwüste, Telesibirsk war der Spitzname. Wiesbaden sah wieder seine Chance gekommen und griff zu einer List.

Wiesbadener Wichtel versus Mainzelmännchen

Wiesbaden bot nun 500.000 Quadratmeter Fläche zum Neubau von Produktionsanlagen oberhalb von Bierstadt an, Mainz könne ja Verwaltungssitz bleiben. Da die Mainzelmännchen eine Wiesbadener Erfindung sind, titelte das Wiesbadener Tagblatt von „Wiesbadener Wichteln“ und zielte damit auf die eigentlich hessischen Mainzelmännchen. Letztlich setzte sich der Intendant jedoch durch und Mainz fand den richtigen Mix.

Zur 2.000 Jahrfeier wurde der Stadt Mainz vom Land ein großes Siedlungsgrundstück geschenkt, das wenig später als Mainz-Lerchenberg eingemeindet wurde. Während in Wiesbaden die Trabantenstadt Klarenthal entstand, wuchs auf dem Lerchenberg seit 1964 die gemischt bebaute Jubiläumssiedlung empor. Weitere Grundstücke wurden durch die Stadt Mainz gekauft und auf insgesamt 1.000.000 Quadratmetern Fläche konnte das ZDF nun sein Sendezentrum direkt daneben bauen. 20 weitere Jahre dauerte es, bis es soweit war. An dieser Stelle ging dennoch der Plan von Georg-August Zinn auf. Das Provisorium von Eschborn zog nach einem Jahr in ihre neu errichteten Studios Unter den Eichen. Vom 1. April 1964 bis 1984 sendete das ZDF von Wiesbaden und schaltete nur gelegentlich nach Mainz.

 

WIRD FORTGESETZT

Bei unseren Recherchen haben wir sehr viel Material im städtischen und im ZDF-Archiv gefunden, das anfangs übrigens in der alten chemischen Reinigung der Walkmühle untergebracht war, talabwärts der früheren Sendezentrale Unter den Eichen gelegen.

Weitere interessante Aspekte zum großen Thema Filmstadt Wiesbaden werden wir in loser Folge im Lilienjournal präsentieren: Die 1960er bis 1980er Jahre des Fernsehens in Wiesbaden, die populären Abendshows in den Rhein-Main-Hallen, die großartigen kleinen Spielstätten, die wir mit der Caligari Filmbühne, dem Murnau Filmtheater und der Filmbewertungsstelle im Biebricher Schloss haben, und last not least die glitzernden Wiesbadener Filmfestivals.

Wir freuen uns auch über interessantes Material (Dokumente, Fotos, Erinnerungen) unserer Leserinnen und Leser, über Geschichten hinter der Geschichte, die wir weitererzählen können.


Von Tatorten und Staatsanwälten

Mit Weggang des ZDF-Sendezentrums in den 1980er Jahren, der Liquidation der Taunusfilm als Produktionsgesellschaft und mit dem zunehmendem Ausbluten des Filmzentrums Unter den Eichen gibt es nur noch wenige echte Wiesbadener Filmproduktionen. Eine, die sich schon lange als Serie behauptet: Der Staatsanwalt.

Unter den Serienproduktionen findet sich die Landeshauptstadt zwar häufig als Kulisse, aber meist sind es nur einige Außen- oder ausgewählte Innenaufnahmen, die hier gedreht werden. Die vielen Altbau-Ensembles in Wiesbaden stellen ihr größtes Filmkapital dar, ob bei einem „Fall für zwei“, „Tatort“, „Taunuskrimi“ oder „Kommissarin Heller“. Die meist umfangreicheren Studio- und Innenaufnahmen finden dann eher beim Hessischen Rundfunk oder andernorts bei den Produktionsfirmen in Frankfurt, Berlin und München statt.

Ein echtes Wiesbadener Produkt

Beim Staatsanwalt hat die Produktionsfirma ODEON TV nicht nur die richtige Adresse Unter den Eichen, auch die meisten Teammitglieder sind entweder waschechte Wiesbadener oder dabei, es zu werden. Gerade erst wurde die neue Staffel zu Ende gedreht. Das Lilienjournal hat die Arbeiten seit dem letzten Frühjahr gelegentlich begleitet. Auch unser Aufmacherfoto für die „Filmstadt Wiesbaden“ einige Seiten zuvor kam so Anfang Juni vor dem Schlachthof zustande. Die 50. Folge „Tödliche Fürsorge ,Regisseur Ullrich Zrenner, beginnt mit einer Leiche auf den Gleisen vor dem Kulturpark (siehe Foto Seite xy). Ausgestrahlt wird diese Folge voraussichtlich am 19. Februar 2016.

Die lange Zeit bis zur Ausstrahlung zeigt den hohen Aufwand bei größeren Filmproduktionen. Meist dauert es bis zu einem Jahr, bis gedrehte Szenen als fertig geschnittener Film im Fernsehen oder im Kino zu sehen sind. Dazwischen liegt eine aufwendige Bearbeitung des jeweiligen Gesamtprojekts, für das unterschiedliche Autoren und Regisseure verantwortlich zeichnen. Eine Ausnahme und ein echtes Wiesbadener Kind ist die Serie Der Staatsanwalt als ZDF-Produktion in und aus Wiesbaden auch deshalb, weil der Wiesbadener Martin Kinkel mittlerweile die meisten Folgen als Regisseur verantwortet. Er versucht „mit der Stadt gemeinsam einen Krimi zu realisieren, auch abseitige Plätze darzustellen“ und hat die ersten zwei der acht neuen Folgen gedreht.

Hoher Aufwand und juristische Begleitung

Aufnahmeleiter Bernd Groß und Produktionsleiter Jürgen Nusser sichten bereits Monate vor Produktionsbeginn geplante Drehorte, schließen Verträge oder beantragen Absperrungen bei den Straßenverkehrsbehörden. Den Drehteams um den Staatsanwalt Rainer Hunold begegnet man besonders oft am Wiesbadener Rathaus. Dort hat die Staatsanwaltschaft – im Film zumindest – ihren Sitz. Oberstaatsanwalt Bernd Reuther wird dort regelmäßig vorgefahren oder redet auf dem Schloßplatz mit den Kriminalkommissaren, die scheinbar nur ihm zuarbeiten. Außergewöhnlich aktiv statt nur am Schreibtisch sitzend ist dieser Staatsanwalt schon, wie Rainer Hunold auf den Seiten des ZDF in einem Video gelegentlicher Kritik begegnet. Nur am Schreibtisch sitzend wäre jedoch keine Spannung zu vermitteln, und so will der Staatsanwalt auch weniger Krimi, oder nur Polizeifilm im klassischen Sinne sein, sondern die Staatsanwaltschaft als „Herr des Verfahrens“ und andere Sichtweisen zeigen. Ein leitender Oberstaatsanwalt aus Frankfurt berät die Autoren und Produzentin Andrea Jedele hinsichtlich der Logik in den Handlungssträngen.

Neben besonderen Außenstandorten, die man immer wieder neu (er)finden muss, gibt es ansonsten eher feste Plätze für die Innenaufnahmen. So werden die Gerichtsverhandlungen tatsächlich im Justizzentrum an der Mainzer Straße gedreht, wie zuvor im Alten Gericht. Das Kommissariat befindet sich in einem Bürogebäude seitlich des Moltkerings, das Büro des Staatsanwaltes war bis vergangenes Jahr noch im Biebricher Schloß beheimatet.

Auch der Hauptdarsteller Rainer Hunold verbringt viel Zeit in Wiesbaden. Spätestens seit Übernahme der Rolle des „Dr. Rainer Franck“ an der Seite von Claus Theo Gärtner als „Matula“ 1989 ist er Wiesbaden verbunden. Neun Jahre lebte Rainer Hunold hier, nun pendelt er zwischen Berlin und Wiesbaden und kann sich in der Winterdrehpause anderen Dingen widmen. In Wiesbaden, so erzählt er uns und streichelt dabei als großer Hundefreund unseren Volontär Lino, hat er als Bordeaux-Fan mit großem Erstaunen gelernt, welch großartige Weine im Rheingau entstehen. Um nach Dreharbeiten den Kopf frei zu kriegen setzt sich Rainer Hunold gerne, wie schon zu seinen „Fall für Zwei“-Zeiten, auf das Motorrad um seine Hausstrecke durchs Wispertal zu fahren.

„…über die alte Bergrennstrecke rauf nach Pressberg, wieder runter zum Rhein und gemütlich am Rhein zurück nach Haus. Eine gute Stunde Katharsis, ganz weit weg von Schminke, Kostüm und Texthängern. Gerne auch verlängerte Touren an drehfreien Tagen – mit der Fähre rüber über den Rhein und dann zwei, drei Stunden durch den Hunsrück toben. Herrlich!“

Der Schauspieler Rainer Hunold wurde am 1.11.1949 in Braunschweig geboren, ist verheiratet, hat zwei Adoptivkinder und ist Botschafter für die SOS-Kinderdörfer. Er unterstützt den Verein GesichtZeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V., der sich bundesweit gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt einsetzt. (Quelle: Wikipeda)

 

Die Odeon TV Wiesbaden ist heute Teil der Berliner Produktionsfirma Novafilm Fernsehproduktion GmbH. Gegründet wurde die Odeon TV als eigenständige Produktionsfirma vor 34 Jahren. In den ersten Jahren war die ZDF-Krimireihe „Ein Fall für zwei“ das wichtigste Standbein der Firma, später kamen weitere erfolgreiche Produktionen, wie z.B. „Die Kommissarin“ mit Hannelore Elsner für die ARD und „Der Staatsanwalt“ mit Rainer Hunold für das ZDF hinzu.

 

Die neue Staffel von „Der Staatsanwalt“ wird aber dem 8. Januar 2016 bis Anfang März im ZDF ausgestrahlt.


Im Schmerz Geboren


© HR - honorarfrei, Verwendung nur im Zusammenhang mit einem redaktionellen Beitrag über Sendungen oder Aktivitäten des Hessischen Rundfunks, seiner Personen oder seiner Einrichtungen bei Nennung "Bild: HR". Andere Verwendung nur nach Absprache. HR/Pressestelle 069/155 -4954, Fax -3005. Bild: Ölgemälde nach einer Szene aus der hr-Tatort-Produktion "Im Schmerz geboren" mit Ulrich Tukur.

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Bild: Ölgemälde nach einer Szene aus der hr-Tatort-Produktion „Im Schmerz geboren“ mit Ulrich Tukur.

 

Krimis sind in. Sie lassen sich als Gangster- Polizei- oder Detektivgeschichten zeichnen, als Drama oder Thriller inszenieren, oder als eine besondere Mischung aus beidem. An Wiesbadener Schauplätzen wie dem „Weißen Haus“ gedreht, sorgte der vor einem Jahr ausgestrahlte Tatort „Im Schmerz geboren“ für einige Superlative. In Tarantino-Manier und bewusst überzeichnet, wie das Bild, das uns der Hessische Rundfunk zur Verfügung stellte, räumte der mit Ulrich Tukur und Ulrich Matthes bestbesetzte Film den Grimme-Preis und die Goldene Kamera ab – und spaltete die Nation. Nie zuvor kamen in einem Tatort so viele Menschen ums Leben, und das noch dazu vor unserem schönen Kurhaus. Getragen inszeniert von klassischer Musik und zynisch unterlegt mit der Melodie von „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, eingespielt vom Hessischen Sinfonieorchester, sterben im Kugelhagel 43 Polizisten, Gangster und Zivilisten auf den Treppen des Kurhauses. Ein streitbarer Film, der zur Krimigeschichte in Wiesbaden gehört. Zumal die weisen Worte des Schauspielers Alexander Held, im Film nun als Geist eines ermordeten Protagonisten, inmitten der Toten Teile Shakespeares zitieren. Zeitlose Zeilen:

„Die Stille nach der Schlacht, wenn die Ohren betäubt vom Kriegsgeschrei das Leben nicht mehr hören, ist der Moment wo der Übergang zum Jenseits am dünnsten ist, der Moment, da die Toten auf dem Schlachtfeld wandeln dürfen.

Gibst Du einer Partei eine Waffe, bekommt der Frieden eine Schwere. Tust Dus der anderen gleich, gewinnt der Krieg die Leichtigkeit des Schmetterlingsschlags.“

 

Am 27. Dezember 2015 wird im Ersten Programm ein neuer Tatort mit Ulrich Tukur ausgestrahlt.

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